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Basiskurs im Konzept Integrativer Methodik

akkreditiert durch die Psychotherapeutenkammer sowie die Ärztekammer Niedersachsen


Berufsbegleitende Zusatzqualifikation für Menschen in den unterschiedlichen helfenden Berufen, orientiert an Aaron Antonovsky, Mihail Czikszentmihalyi, Gerald Hüther und Hanna E. Schumann:

Bildhaft analoge Methodik zur Diagnostik, Ressourcenaktivierung, Konfliktlösung und Stabilisierung

In aufeinander aufbauenden theoretischen und praktischen Einheiten lernen die Teilnehmer/innen bildhafte Methodik im Rahmen ihres Arbeitsfeldes einzusetzen. Das Seminar bezieht dabei die aktuellen Kenntnisse der Resilenzforschung, Hirnforschung und Salutogenese mit ein und stellt Praxismöglichkeiten vor, die im jeweiligen Arbeitsfeld – Pädagogik, Sozialarbeit, Seelsorge, Psychologie, Psychotherapie und Medizin – angewendet werden können.

Dieser Kurs vermittelt das Basishandwerk des KIM in Verbindung mit dem Grundberuf in dem jeweiligen Praxisfeld anzuwenden. Der Kurs vermittelt in der Praxis besonders gefragte Interventionen:

• den Umgang mit Imaginationen und bildhaftem Denken zur Symptombearbeitung und zur Optimierung der individuellen Ressourcen, zur Wiedererlangung von Kohärenzgefühl und somit Stärkung der Entwicklung aus schwierigen Lebenslagen heraus;

• Erweiterung der Möglichkeiten, die Lage des Patienten/Klienten sicherer zu erfassen durch Externalisierung und Exposition, um Hilfe zielgenauer zu gestalten, und um die Einordnung und Integration auch schwieriger Lebensereignisse zu ermöglichen;

• nachhaltige Erfahrungen die den Klienten auf längeren Entwicklungsprozessen, auch nach Beendigung des Kontaktes begleiten: Arbeit mit inneren Leitbildern, zur Stabilisierung, Entwicklung von Lebensmut durch Orientierung an sinnhaften Inhalten und Erfahrungen;

• Strukturen zur Familien- und Gruppenarbeit, die das Selbst-Erleben und Wir- Erleben und die Identität gleichermaßen verändern;

• hilfreiche Gestaltung von Krisensituationen durch Kurzzeitinterventionen.

ARBEITSFORMEN

Vortrag, Einzel- und Gruppenarbeit, praktische Übungen in Zweier-Konstellation

KURSINHALT

1. Seminar: 15. - 17.02.2019

Analoge Methodik zur Erfassung psycho-sozialer Lage und Veränderungsmotivation

Methoden zur Optimierung der Erstanamnese. Bildhaftes analoges Denken und Darstellen, Externalisierung und Exposition zur Distanzierung und kohärenten Einordnug des eigenen Erlebens. Konflikt und ressourcenorientierte Fokussierung der intra- und interpersonellen Lage. Bildhafte Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit freiem und gebundenem Potential in der Lage. Professioneller Nutzen des Prinzips der Selbstorganisation für Lebendigkeit und Entwicklungsfähigkeit.

2. Seminar - Neuer Termin: 17. - 19.05.2019 

Die Bedeutung von Sinnorientierung für psychische Gesundheit

Unterstützungsmöglichkeiten bei Ängsten, Depressionen, Traumata, schweren Krisen, Entwicklung zur Selbstständigkeit. Entdeckung eigener Sinnbezüge. Vermittlung von Interventionen, die für Klienten eigene Sinnerfahrung ermöglichen. Gestaltung von Entwicklungsprozessen, die einer Lösung von belastenden Erfahrungen bedürfen.

3. Seminar: 06. - 08.09.2019

Zugänge zur individuellen emotionalen Struktur für die Optimierung von Identitätsprozessen

Förderung emotionaler, sinnhafter Wahrnehmung. Möglichkeiten der Erfahrung von sehr ressourcenorientierten Imaginationen der Ich-Dimension in ihrer Unversehrtheit mit allen gelebten und ungelebten Möglichkeiten. Die Verbindung dieser Ressourcen mit dem bisher gelebten Leben als Integrationserfahrung. Anwendung in Behandlung, Begleitung und Beratung von Identitätsentwicklung, auch nach belastenden und verletzenden Lebenserfahrungen, zur Gestaltung von Entwicklungsprozessen in Krisen und Schwellensituationen, zur Gestaltung von Lernprozessen in der  Pädagogik und im Coaching.

4. Seminar:  22. - 24.11.2019

Betrachtung von Sinnorientierung und emotionaler Lage in den Krankheitsbildern Depression und Dissoziation, PTBS, Psychose und Zwangsstörungen

Ergänzende Theorie zu den psychischen Störungen. Gewinn einer entwicklungsfördernden Begleitung und Therapiestruktur durch funktionales Symptomverständnis. Bedeutung für das System des Patienten, für stationäre Settings in der Klinik, der Jugendhilfe sowie in der ambulanten Soziotherapie.

5. Seminar: 24. - 26.01.2020

Identitätsprozesse unter Sinnorientierung der Gruppe

Alle anderen Menschen können uns selbst von Außen sehen und erleben. Von innen sehen nur wir uns allein. Identitätsentwicklung findet zwischen diesem fundamentalen Unterschied statt. Viele Störungen entstehen durch diese Diskrepanz von Innen und Außen. Dieses Seminar führt exemplarisch durch Üben und Anwenden der erlernten Methoden zu Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung und Identität. Es bietet Beispiele für Team- und  Organisationsberatung, für Familienberatung sowie für Paar- und Individualberatung. Anhand des Modells des Funktionsablaufs für Entwicklung lassen sich kultursensible Interventionen jeweils abgestimmt auf eher kollektivistische oder mehr individualistische Kulturmitglieder durchführen.

6. Seminar: 24. - 26.04.2020

Abschlussprüfung: KIM Kompetenz in Theorie und Anwendung

DOZENTINNEN

Dipl.-Psych. Reinhild Zenk, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisionsausbildung bei Hanna E.Schumann. Seit 2018 Leitende Psychotherapeutin der Psychosomatischen Kinderklinik am Klinikum Wolfsburg, nebenberuflich tätig als Trainerin, Supervisorin und in freier psychotherapeutischer Praxis.

Dipl. Psych. Olga Olijnik, zusatzqualifiziert im Konzept Integrativer Methodik, langjährige Erfahrung in der Beratungsarbeit sowie interkulturelle Kompetenz Ukraine-Deutschland.

Maren Gardlo, Msc. Psychologin, zusatzqualifiziert im Konzept Integrativer Methodik, langjährige Erfahrung in der Psychosomatik.

Kerstin Juschkat-Schafhaupt, zertifizierte Psychosozialberaterin nach der KIM-Methodik, langjährige Erfahrung in der tiergestützten Arbeit sowie in der körpergestützten Therapie.

AUSBILDUNGSORT

38446 Wolfsburg, Burgallee 6 (Arbeit und Leben)
Unterbringung mit Vollpension: im gegenüberliegenden Hotel "An der Wasserburg"
www.an-der-wasserburg.de

KOSTEN

Seminarwochenende inclusive Unterkunft mit Vollpension: 395,- €

KURSDAUER

An 6 Wochenenden jeweils von Freitag 16 Uhr – Sonntag 16 Uhr innerhalb von 1,5 Jahren.

PRAXISBEGLEITENDES TRAINING

Die Umsetzung im Arbeitsfeld wird durch 10 praxisbegleitende Trainingseinheiten flankiert und supervidiert.

Die Teilnahme am praxisbegleitenden Training ist für das Erlernen des Konzeptes unumgänglich. Ort und Termine für das praxisbegleitende Training zwischen den Kurswochenenden werden im Kurs vor Ort mit den Trainern festgelegt. Es findet in Gruppen statt. In der Regel alle 4–6 Wochen samstags. Die Kosten pro Trainingseinheit betragen 40,- €.

ZERTIFIZIERUNG

Vorraussetzungen der Zertifizierung des erfolgreich abgeschlossenen Basiskurses:

Teilnahme am praxisbegleitenden Training,

Teilnahme an zwei weiteren Fachseminaren.

Das Üben und Anwenden der erlernten Methoden an den Wochenenden beläuft sich insgesamt auf ca. 20 Stunden. Zusätzlich sollen mindestens drei individuelle Beratungen aufgenommen werden.

Der Basiskurs ist akkreditiert durch die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen sowie die Ärztekammer Niedersachsen (90 Punke) und zusätzliche Punkte über praxisbegleitendes Training (PT).